100 Jahre Frauenwahlrecht

Von Cornelia Blattner.

Ein Jahrhundert ist vergangen, seit im Jahr 1919 erstmals auch Frauen an die Wahlurnen treten durften. Das Wahlrecht, so selbstverständlich es aus der heutigen Sicht ist – damals musste es hart erstritten und erkämpft werden. Noch 1870 wurden Frauen in der Preußischen Vereinsgesetzgebung jede politische Betätigung untersagt und Forderungen nach einem Frauenwahlrecht vom Deutschen Kaiser ignoriert. Erst nachdem sich Frauenverbände verschiedener politischer Flügel zusammenschlossen, verankerte der Rat der Volksbeauftragten nach dem Ende des ersten Weltkrieges 19018 das aktive und passive Frauenwahlrecht in der Wahlgesetzgebung der deutschen Nationalversammlung der Weimarer Republik.

Der Blick auf die Partizipation von Frauen in der Politik heute verrät, dass trotz großer Fortschritte in den letzten Jahrzehnten Frauen in den Parlamenten und Amtsstuben immer noch nicht angemessen repräsentiert sind. Zuletzt sank der Anteil von Frauen im Deutschen Bundestag mit 30 Prozent wieder auf das Niveau von 1998.  Auch in vielen Länderparlamenten ist ein Rückgang zu verzeichnen oder stagniert bei durchschnittlich einem Drittel. So gilt es heute genauso wie damals sich mit Nachdruck und Beharrlichkeit dafür einzusetzen, dass Frauen am politischen und gesellschaftlichen Leben teilhaben und dass die Fortschritte der letzten Jahrzehnte, die auf den Leistungen der Wegbereitinnen des Frauenwahlrechts fußen, nicht wieder verloren gehen.

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